Im Böhmerwald

“Ich sah auf den fernen blaulichen Wald, der mit seinen Zacken an dem Himmel dahingeht, an dem die Gewitter und Wolkenbrüche hinabziehen, und der so hoch ist, daß ich meinte, wenn man auf den höchsten Baum desselben hinaufstiege, müßte man den Himmel greifen können” — Adalber Stifter: Bunte Steine – Granit S. 16

Im Mai 2026 hatte ich meinen ersten Außeneinsatz für Umweltdata. Im tiefsten Mühlviertel durfte ich Stichpunkte im Wald eines Kunden aufnehmen. Die ersten beiden Wochen hatte ich noch kompetente Unterstützung meines Kollegen Karol Pietruszka. Danach war ich zwei Wochen allein unterwegs und konnte dabei viel Erfahrung in der Handhabung der eingesetzten digitalen und analogen Geräte sammeln.

Ausgerüstet war ich einerseits digital mit einem SmartForestTools – kompatiblen Tablet, einem handheld 3D-Scanner zur Aufnahme der TLS Punktwolke der Stichpunkte und einem Garmin GPSMAP und andererseits mit der nötigen analogen Gerätschaft bestehend aus Zuwachsbohrer, Kompass & Lineal und dem Maßband zur Bestimmung des Brusthöhendurchmessers.

Bei der Aufnahme eines besonders steilen Bereichs der Inventurfläche wurden wir vom Fö.Ing. Benjamin Moser begleitet, der uns dabei Verbesserungsvorschläge für die SFT gab – besonders im Zusammenhang mit der Aufnahme des Verbisses und der Verjüngung. Dadurch kann SFT besser als Grundlage für die Planung der Jagd hergenommen werden.


Der Wald litt natürlich wie fast überall in Österreich an dem zunehmenden Trockenstress, doch die Forstwirte des Forstbetriebes haben die damit einhergehenden Schäden soweit wie möglich gut unter Kontrolle gebracht – Die Käferbäume waren säuberlich entfernt um die Ausbreitung dieses Schädlings zu minimieren, die Verjüngung durch Hitze – und Trockenresistente Baumsorten wird forciert, wie ich in mehreren Verjüngungsbeständen beobachten konnte.

Insgesamt war der Außeneinsatz sehr erfolgreich und ich konnte – zumindest nach meinem Ermessen – in akzeptabler Geschwindigkeit die geplanten Stichprobenpunkte abarbeiten.

Am meisten imponierte mir die Stabilität der TLS-Scanner, die trotz widriger Umstände (sehr dichter Bewuchs und steiler Hänge) verwertbare Daten lieferten.

Die Erfahrungen, die ich bei diesem Außeneinsatz gemacht habe, kann ich nun in der IT einsetzen, um unsere Systeme zur Auswertung der Aufnahmedaten zu optimieren und streamlinen.